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+Jakob Lorber+Das Gr. Evangelium Johannes+Bd.1-9 HörDVD

Diese Schriften wollen von keiner christlichen Religionszugehörigkeit abwerben und auch zu keiner Religionsgemeinschaft anwerben. Sie erfüllen einzig und allein den Zweck, das Wort Gottes den Menschen zugänglich zu machen, wie es der Wille Gottes ist.

This writings want no religious affiliation poaching and to no religious community recruit. They meet the sole purpose of the Word of God accessible to the people, as the will of God.

Gesprochene Texte heiliger Schriften auf 2 DVD/4,7 GB , abspielbar auf PC und DVD-Player .

gegeben vom Herrn JESUS durch das innere Wort - Jakob Lorber (1800-1864) - siehe auch Wikipedia

gelesen von Ingrid

Spoken texts of sacred writings on 2 DVD / 4,7 GB, playable on PC and DVD player

received from Jesus Jehovah Zebaoth through the inner word-Jakob Lorber (1800-1864)

read by Ingrid

HÖRBUCH

Das Große Evangelium Johannes- Band 1-9 von (11) 48 kbit/s

An den 10 Bänden dieses größten Werkes der Neuoffenbarung hat Jakob Lorber am längsten geschrieben, vom Jahre 1851 weg bis zu seinem Tode im Jahre 1864. Doch das 'Grosse Evangelium', das ganz im Sinne des biblischen Johannesevangelium geschrieben ist, konnte er nicht mehr ganz vollenden, und so kam es, dass der Rest (11. Band) von Leopold Engel niedergeschrieben wurde. Je inniger der wahre, christgläubige Mensch Jesus zu lieben beginnt, umso heftiger wird er auch die Sehnsucht in seinem Herzen empfinden, mehr über seinen Heiland zu erfahren. Johannes schreibt am Schluss seines Evangelium: ''Es gibt noch vieles andere, das Jesus getan hat; wollte man dieses einzeln niederschreiben, würde meines Erachtens selbst die Welt nicht ausreichen für die zu schreibenden Bücher.'' Wir haben das Glück, einen großen Teil von dem, was Jesus in den drei öffentlichen Lehrjahren vor seiner Himmelfahrt gelehrt und gewirkt hat, in diesem Werk der Neuoffenbarung erfahren zu können. Der Inhalt ist durchaus biblisch und widerspricht nicht den Aussagen der Heiligen Schrift, nur dass hier alles viel ausführlicher dasteht. Vieles, was uns vielleicht bisher unklar war, wird in ein neues Licht gerückt. Der allzu irdisch eingestellte Mensch wird das umfangreiche 'große Evangelium' kaum je ganz lesen können. Wer aber zu einer demütigen, gläubigen und frommen Grundhaltung gefunden hat, der wird sich geradezu mit Neugierde hinein versenken.

Band1 Laufzeit:43h 41min

Band2 Laufzeit:53h 53min

Band3 Laufzeit:44h 29min

Band4 Laufzeit:43h 43min

Band5 Laufzeit:43h 37min

Band6 Laufzeit:44h 49min

Band7 Laufzeit:42h 30min

Band8 Laufzeit: 42h 56min

Band9 Laufzeit: 37h 42min

Es sind 2 DVD, s im mp3-Dateiformat , auf Wunsch können diese mp3-Dateien auch auf CD, s angeboten werden, das funktioniert aber nur mit CD-Abspielgeräten die mp3-Dateien lesen können.

It is a DVD with MP3 files, on request, these MP3 files on CD, s are offered, but it works only with CD players they can read only mp3 files
um die Herzen zu öffnen.... Leseprobe

Band1

1. Kapitel – Geistige Auslegung der Eingangsworte des Johannesevangeliums. (Kap.1-5) –

2. August 1851

Ev.Joh.1,1. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

[GEJ.01_001,01] Dieser Vers hat schon eine große Menge von allerleigestaltigen Irrdeutungen und Auslegungen zur Folge gehabt; ja, es bedienten sich sogar barste Gottesleugner eben dieses Textes, um mit dessen Hilfe Meine Gottheit um so sicherer zu bestreiten, da sie die Gottheit im allgemeinen verwarfen. Wir wollen aber nun solche Finten nicht wieder vorführen, wodurch die Verwirrung nur noch größer statt kleiner würde, sondern sogleich mit der möglich kürzesten Erklärung ans Tageslicht treten; diese, als selbst Licht im Lichte des Lichtes, wird von selbst die Irrtümer bekämpfen und besiegen.

[GEJ.01_001,02] Ein Hauptgrund des Unverständnisses solcher Texte liegt freilich wohl leider in der sehr mangelhaften und unrichtigen Übersetzung der Schrift aus der Urzunge in die Zungen der gegenwärtigen Zeit; allein es ist gut also. Denn wäre der Geist solcher Texte nicht so wohl verborgen, als er es ist, so wäre das Heiligste darin schon lange allertiefst entheiligt worden, was da von größtem Übel wäre für die gesamte Erde; so aber hat man nur an der Rinde genagt und konnte zum lebendigen Heiligtume nicht gelangen.

[GEJ.01_001,03] Nun aber ist es an der Zeit, den wahren innern Sinn solcher Texte zu zeigen allen, die da würdig sind, daran teilzunehmen; dem Unwürdigen aber soll es teuer zu stehen kommen, denn Ich lasse bei solcher Gelegenheit mit Mir durchaus keinen Scherz treiben und werde nie einen Handel annehmen.

[GEJ.01_001,04] Nach dieser nötigen Vorerinnerung aber folge nun die Erläuterung; nur bemerke Ich noch das hinzu und sage, daß hier nur der innere, seelisch- geistige Sinn zu verstehen ist, nicht aber auch der allerinnerste, reinste Himmelssinn. Dieser ist zu heilig und kann für die Welt unschädlich nur solchen erteilt werden, die ihn suchen durch ihren Lebenswandel nach dem Worte des Evangeliums. Der bloß innere, seelisch-geistige Sinn aber läßt sich leicht finden, manchmal schon durch die richtige, zeitgemäß entsprechende Übersetzung, was nun sogleich bei der Erläuterung des ersten Verses sich zeigen soll.

[GEJ.01_001,05] Sehr unrichtig und den innern Sinn sehr verhüllend ist der Ausdruck „Im Anfange“; denn dadurch könnte sogar der Gottheit ewiges Dasein bestritten und in Zweifel gezogen werden, was auch von einigen älteren Weltweisen geschehen ist, aus deren Schule die Gottesleugner dieser Zeit auch so ganz eigentlich hervorgegangen sind. So wir aber nun diesen Text recht geben werden, da wird die Hülle nur sehr dünn erscheinen, und es wird nicht schwer sein, den inneren Sinn durch solche leichte Hülle recht wohl und manchmal sehr genau zu erspähen.

[GEJ.01_001,06] Also aber laute die richtige Übersetzung: Im Urgrunde, oder auch in der Grundursache (alles Seins), war das Licht (der große heilige Schöpfungsgedanke, die wesenhafte Idee). Dieses Licht war nicht nur in, sondern auch bei Gott, das heißt, das Licht trat als wesenhaft beschaulich aus Gott und war somit nicht nur in, sondern auch bei Gott und umfloß gewisserart das urgöttliche Sein, wodurch schon der Grund zu der einstigen Menschwerdung Gottes gelegt erscheint, was im nächstfolgenden Texte auch schon von selbst ganz hell ersichtlich wird.

[GEJ.01_001,07] Wer oder was war denn so ganz eigentlich dieses Licht, dieser große Gedanke, diese heiligste Grundidee alles künftigen, wesenhaften, freiesten Seins? – Es war unmöglich etwas anderes als eben Gott Selbst, weil in Gott, durch Gott und aus Gott unmöglich etwas anderes als Gott Selbst nur Sich in Seinem ewig vollkommensten Sein darstellte; und so mag dieser Text auch also lauten:

[GEJ.01_001,08] In Gott war das Licht, das Licht durchfloß und umfloß Gott, und Gott Selbst war das Licht.

Ev.Joh.1,2. Dasselbe war im Anfange bei Gott.

[GEJ.01_001,09] So nun der erste Vers zur Genüge erleuchtet, von jedermann einigen Lichtes leicht begriffen werden kann, so erklärt sich der zweite Vers von selbst und besagt nur zeugnisweise, daß das obbeschriebene Wort oder Licht oder der große Schöpfungsgedanke nicht ein in der Folge des Urgottseins entstandener, sondern ein mit Gott als Selbst Gott gleich ewiger ist und somit nimmer irgend einen einstigen Entstehungsprozeß in sich birgt, darum es denn auch gewisserart zeugnisweise erklärend heißt: Dasselbe war im Anfange oder im Urgrunde alles Seins und alles späteren Werdens als Urgrund selbst bei, in und aus Gott, also Selbst durch und durch Gott.

Ev.Joh.1,3. Alle Dinge sind durch Dasselbe gemacht, und ohne Dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

[GEJ.01_001,10] In diesem Verse bezeugt sich das nur gewisserart als betätigt und handgreiflich, was da schon im ersten Verse sich als das „Wort“ oder „Licht“ im Urgrunde alles Seins und Werdens völlig gegenwärtig, aber noch nicht als schon ausgegangen bewerkstelligt, klar dargestellt hatte.

[GEJ.01_001,11] Es soll demnach dieser dritte Vers rein gegeben auch also lauten: Alles Sein ward aus diesem Ursein, welches in Sich Selbst ist der ewige Urgrund Seines Seins durch und durch. Dieses Seins Licht, Wort und Wille stellte Sein höchst eigen Licht, Seine urewige Schöpfungsidee aus Sich Selbst ins feste beschauliche Dasein, und nichts gibt es in der ganzen ewigen Unendlichkeit, was nicht aus demselben Urgrunde und auf demselben Wege ins erscheinliche und beschauliche Dasein getreten wäre.

[GEJ.01_001,12] Wer nun diese drei ganz klar erläuterten Verse vollends aufgefaßt hat, dem ist der Vers 4 schon von selbst notwendig einleuchtend klar.

Ev.Joh.1,4. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

[GEJ.01_001,13] Es versteht sich ja schon bei weitem von selbst, daß ein Urgrundsein alles Seins, das Licht alles Lichtes, der Urgedanke aller Gedanken und Ideen, die Urform als der ewige Urgrund aller Formen fürs erste nicht formlos und fürs zweite nicht Tod sein konnte, da dieser den vollsten Gegensatz alles wie immer gearteten Seins im Grunde des Grundes bezeichnet. In diesem Worte oder Lichte oder in diesem großen Gedanken Gottes in Gott, und im Grunde des Grundes Gott Selbst, war sonach ein vollkommenstes Leben. Gott war also das urewigste, vollkommenste Grundleben in und aus Sich Selbst durch und durch, und dieses Licht oder Leben rief aus Sich die Wesen, und dieses Licht oder dieses Leben war das Licht und also auch das Leben in den Wesen, in den aus Ihm hervorgegangenen Menschen; und diese Wesen und Menschen waren sonach völlig ein Ebenmaß des Urlichtes, das in ihnen das Sein, Licht und also auch ein dem ewigen Ursein völlig ähnliches Leben bedingte.

[GEJ.01_001,14] Da aber das Urleben Gottes ein ganz vollkommen freies ist und sein muß, da es sonst so gut wie gar kein Leben wäre, dieses gleiche Leben aber in den geschaffenen Wesen ein und dasselbe Leben sein muß, ansonst es auch kein Leben und als sonach Nichtleben auch kein Sein wäre, so ist es ja nur zu handgreiflich klar, daß den geschaffenen Wesen, Menschen, nur ein vollkommen allerfreiestes Leben gegeben werden konnte, das sich selbst als ein vollständiges fühlen, aber aus eben diesem Gefühle auch ersehen mußte, daß es kein aus sich selbst hervorgehendes, sondern nur als ein völlig ebenmäßiges aus Gott nach Dessen ewig allmächtigem Willen hervorgegangen ist.

[GEJ.01_001,15] Diese Wahrnehmung mußte in allen geschaffenen Wesen vorhanden sein gleich der, daß ihr Leben und Sein ein völlig Gott ebenmäßiges sein muß, ansonst sie wieder weder ein Leben noch irgend ein Sein hätten.

[GEJ.01_001,16] So wir aber diesen Umstand näher betrachten, so ergibt es sich, daß sich in den geschaffenen Wesen notwendig zwei Gefühle begegnen müssen, und zwar erstens und zunächst das Gefühl der göttlichen Ebenmäßigkeit oder des Urlichtes Gottes in ihnen und zweitens aus eben diesem Lichte aber dann auch notwendig das Gefühl des zeitgemäßen Werdens durch den Urwillen des Schöpfers.

[GEJ.01_001,17] Das erste Gefühl stellt das Geschöpf unbedingt dem Schöpfer gleich und wie aus sich hervorgehend völlig unabhängig von dem ewigen Urgrunde, als gleichsam solchen in sich selbst fassend und bergend; das zweite aus diesem ersten notwendig hervorgehende Lebensgefühl aber muß sich dennoch als ein vom eigentlichen Urgrunde aus sich hervorgerufenes und erst in der Zeitenfolge als in sich selbst als frei manifestiertes und somit vom Haupturgrunde sehr abhängiges ansehen und betrachten.

[GEJ.01_001,18] Dieses demütigende Gefühl aber macht das erste Hoheitsgefühl ebenfalls zu einem Demutsgefühle, was fürs Hoheitsgefühl freilich wohl eine höchst und unumgänglich nötige Sache ist, wie es in der Folge ganz klar gezeigt wird.

[GEJ.01_001,19] Das Hoheitsgefühl streitet ganz gewaltig gegen solch eine Erniedrigung und will das zweite Gefühl erdrücken.

[GEJ.01_001,20] Durch solchen Kampf aber entsteht dann Groll und am Ende Haß gegen den Urgrund alles Seins und aus dem gegen das niedere Demuts- oder Abhängigkeitsgefühl; dadurch erlahmt und verfinstert sich aber dann das Hoheitsgefühl, und es wird aus dem Urlicht im geschaffenen Wesen Nacht und Finsternis. Diese Nacht und diese Finsternis erkennt dann kaum mehr das Urlicht in sich und entfernt sich also, als blind und dabei dennoch selbständig, vom Urgrunde seines Seins und Werdens und erkennt solchen nicht in seiner Verblendung.

Ev.Joh.1,5. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis begreift es nicht.

[GEJ.01_001,21] Daher mag dann dieses Urlicht leuchten in solcher Nacht, wie es auch leuchten mag; da aber die Nacht, die wohl auch aus dem Lichte entstanden ist, keine ordentliche Sehe mehr hat, so erkennt sie das Licht nicht, das da kommt in solche Nacht, um selbige wieder ins rechte Urlicht umzugestalten.

[GEJ.01_001,22] Sogestaltig kam denn auch Ich als das ewige Ursein alles Seins und als das Urlicht alles Lichtes und Lebens in die Welt der Finsternis zu denen, die aus Mir waren; aber sie erkannten Mich nicht in der Nacht ihres ermatteten Hoheitsgefühls!

[GEJ.01_001,23] Denn dieser 5. Vers deutet eben darauf hin, wie nach und in den ursprünglichen Maßen und Verhältnissen Ich als ganz Derselbe, Der Ich von Ewigkeit war, in diese von Mir und aus Mir geschaffene Welt komme und diese Mich nicht erkennt als ihr eigenstes Grundsein.

[GEJ.01_001,24] Aber Ich als der Urgrund alles Seins mußte ja aus Meinem urewigen Allichte sehen, wie das Hoheitsgefühl als Urlicht in den Menschen durch den fortwährenden Kampf stets matter und schwächer und sonach als Lebenslicht auch dunkler und am Ende gar finster ward, und daß demnach die Menschen, so Ich zu ihnen in dem ihnen aus Mir gegebenen Ebenmaße käme, Mich nicht erkennen würden, wenigstens gar sehr viele nicht, besonders so Ich als ein reiner Deus ex machina ganz unerwartet und unvorbereitet in beschränkter Menschenform zu ihnen käme, und Ich es Mir dann Selbst zuzuschreiben hätte, daß Mich die Menschen als unvorbereitet auf solch Meine Ankunft unmöglich erkennen könnten.

[GEJ.01_001,25] Ja, wohl sah Ich das von Ewigkeit ein und ließ daher den Menschen schon von ihrem ersten aus Mir geschiedenen Entstehen angefangen bis zu Meiner wirklichen Ankunft durch viele tausend Seher, die im Kampfe das Licht nicht verloren, eben solche Meine Ankunft vorhersagen und die Art und Weise und sogar den Ort und die Zeit Meiner Ankunft treulich bezeichnen, und bei Meiner wirklich erfolgten Ankunft ließ Ich große Zeichen geschehen und erweckte einen Mann, in dem ein hoher Urgeist Wohnung nahm, daß er den Blinden verkünde Meine Ankunft und volle Gegenwart auf der Erde.

Band2

1. Kapitel – Aufenthalt Jesu und der Seinen in Kis und Nazareth, Fortsetzung (Kis – Landungsstelle Sibarah – Nazareth). (Kap.1-94)

[GEJ.02_001,01] Spät am Abend kommen die Schätze aus der Höhle des Kisjonah an, bestehend in Gold, Silber und in einer schweren Masse geschliffener und ungeschliffener Edelsteine von großem Werte; denn es sind bei drei Pfund geschliffener und bei sieben Pfunde ungeschliffener Diamanten, ebensoviel gleich zuständige Rubinen, noch einmal soviel Smaragde, Hyazinthe, Saphire, Topase und Amethyste, und bei vier Pfunde wie starke Erbsen große Perlen. Des Goldes aber waren über zwanzigtausend Pfunde und des Silbers fünfmal soviel.

[GEJ.02_001,02] Als Faustus diesen horriblen Reichtum in Augenschein nimmt, schlägt er die Hände über dem Haupte zusammen und spricht: „O Herr! Ich habe als der Sohn eines der reichsten Patrizier von ganz Rom doch auch Gelegenheit gehabt, große Schätze dieser Erde zu Gesichte zu bekommen; aber so was hat mein Auge noch nicht geschaut! Das geht über alle Pharaonen und über die Fabel vom Krösus, der sich am Ende vor lauter Reichtum nimmer zu helfen wußte und sich im Ernste einen Palast aus Gold erbaut hätte, wenn sein Sieger ihm das zu viele Gold nicht abgenommen hätte.

[GEJ.02_001,03] Jetzt sage Du, o Herr, dem alle Dinge bekannt sind, mir armem Sünder, wie möglich diese zwölf Knechte des Satans zu solchen Schätzen gekommen sind! Auf eine nur einigermaßen ehrliche Weise kann das doch nimmer möglich sein, und in einer kurzen Zeit auch nicht! – Wie sonach war solches möglich?“

[GEJ.02_001,04] Sage Ich: „Freund, kümmere dich nun nicht mehr darum! Es lohnt sich auch wahrlich nicht weiter mehr der Mühe, dieses Satansdrecks wegen noch mehrere Worte zu verlieren. Daß dabei aber kein ehrlicher Stater weilt, des kannst du vollends versichert sein. Durch was für tausenderlei schändlichste Lumpereien diese Natternbrut, dieses Schlangengezüchte, aber das alles zusammengerafft und -geraubt hat, wäre eine zu weitläufige Sache, so man das Punkt für Punkt dartun sollte.

[GEJ.02_001,05] Daß sie Spitzbuben von der allerdurchtriebensten Art sind, darüber wirst du hoffentlich keinen weiteren Zweifel haben; wie sie aber gewisserart noch mehr als Spitzbuben sind, das braucht kein Mensch mehr zu wissen. Sie haben nach den Gesetzen Roms schon lange den zehnfachen Tod verdient, bloß wegen des Verbrechens der Beraubung der kaiserlichen Steuerkarawane; und dieser Raub, den wir jetzt in den unermeßlichen Schätzen vor uns haben, ist um kein Haar besser, wennschon gerade nicht so offen die kaiserlichen Steuergelder betreffend.

[GEJ.02_001,06] Wenn du sonach auch alles wüßtest, so kannst du sie dafür doch unmöglich öfter denn einmal töten. Du kannst wohl die Marter verschärfen, aber wozu? Ist die Marter schärfster Art – um in eurer Gerichtsweise zu sprechen –, so ist sie auch alsbald tödlich, und ist sie gelinderer Art, aber dafür andauernder, nun, so verspürt der Sträfling eben nicht viel mehr davon als du von einer dich belästigenden Fliege; denn die vor dem sicheren Tode ihres Leibes sich über alle Maßen fürchtende, wenn auch noch so materielle Seele zieht sich alsbald zurück in ihre innersten Gemächer und fängt freiwillig an, sich von ihrem Leibe, in dem kein Bleiben mehr ist, loszulösen, und der Leib wird bei solchen Gelegenheiten völlig unempfindlich. Du kannst dann solch einen Leib quälen wie du willst, so empfindet er wenig oder auch gar nichts mehr davon. Versetzest du den Leib der Seele aber augenblicklich in einen großen Schmerz, so wird solches die Seele nicht lange aushalten, sondern sogleich einen gewaltigen Riß tun, und du kannst dann einen völlig toten Leib sieden und braten, und er wird nichts mehr fühlen von der Strafe.

[GEJ.02_001,07] Ich bin deshalb nicht für die Strafe mit dem Tode, weil diese weder für den Getöteten von irgendeinem Belange ist, und noch weniger irgendeiner Gerechtigkeit zum Schild und Nutzen dient; denn einen hast du getötet, – und Tausende haben dir darum Rache geschworen! Aber einen Verbrecher unter eine allerschärfste Zuchtrute stellen und diese nicht ruhen lassen, bevor nicht eine gänzliche Besserung eingetreten ist, für das bin Ich aus der notwendigen göttlichen Ordnung ganz und gar sehr! Eine rechte Zuchtrute zu rechter Zeit völlig gerecht angewendet, ist besser als Geld und reinstes Gold; denn durch die Zuchtrute wird die Seele von ihrer Materie mehr und mehr losgestäupt und wendet sich endlich zu ihrem Geiste. Und hat solches die Zuchtrute bewirkt, so hat sie eine Seele vor dem Untergange und sonach den ganzen Menschen vor dem ewigen Tode gerettet.

[GEJ.02_001,08] Darum soll ein jeglicher Richter nach der Ordnung Gottes auch den größten Verbrecher nicht mit dem Tode des Leibes, der zu nichts taugt, sondern allzeit mit der Rute strafen nach dem Maße des Verbrechens. Tut er das, so ist er ein Richter der Menschen zum Himmel, tut er aber das nicht, – ein Richter zur Hölle, wofür er von Gott wahrlich ewig nie einen Lohn haben wird; sondern: für das Reich er gerichtet hat die Menschen, von demselbigen Reiche soll er auch den Lohn empfangen! – Nun weißt du genug, und laß nun die Schätze verwahren! Morgen werden auch die von Chorazin anlangen, und es soll dann sogleich die Verteilung und die Absendung all dieses Teufelsdrecks geschehen. – Nun aber begeben wir uns in den Speisesaal; denn das Abendmahl harret schon unser! Wahrlich, diese ganze Geschichte ist Mir schon überlästig, und Meine Zeit drängt Mich schon nach Nazareth!“

[GEJ.02_001,09] Sagt Faustus: „Herr, daß Dir diese scheußliche Geschichte über alle Maßen zuwider sein muß, sehe ich nur zu gut ein; aber was kann man tun, wenn die Sache sich einmal so gestaltet hat? Übrigens bitte ich Dich, mein Herr und mein größter und bester Freund, daß Du nicht eher von hier ziehest denn ich; denn ohne Dich vermag ich fürs erste nichts, und fürs zweite würde mich ohne Dich die schrecklichste Langeweile trotz meines liebsten Weibchens hier töten! Darum bitte ich Dich, daß Du nicht eher diesen Ort verlassen wollest, als bis ich mit dieser allerlästigsten Geschichte zu Ende sein werde! Mit Deiner Hilfe hoffe ich, morgen bis Mittag mit allem in der Ordnung zu sein!“

[GEJ.02_001,10] Sage Ich: „Ganz gut! Aber Ich will von all den Schätzen und den elf Pharisäern nichts mehr sehen; denn es ekelt Mich davor mehr denn vor einem Aase.“

[GEJ.02_001,11] Sagt Faustus: „Dafür soll gesorgt sein!“

Band3

1. Kapitel – Jesus in der Gegend von Cäsarea Philippi. (Kap.1-246)

[GEJ.03_001,01] (Julius:) „Es hat bei den Griechen und Römern noch allzeit Männer gegeben, die, wenn sie auch keine Juden waren und auch nicht in deren Prophetenschulen gebildet worden sind, dennoch eine göttliche Inspiration gehabt und sie als solche auch anerkannt haben.

[GEJ.03_001,02] Als einst Krösus, König der Lydier, gegen die Perser einen Krieg führen wollte, so war es ihm sicher sehr daran gelegen, im voraus zu erfahren, ob der Krieg für ihn günstig oder ungünstig ausfallen werde. Wer aber sollte ihm darüber ein Licht geben? Er dachte darum bei sich und sprach: ‚Es gibt ja der Orakel in Menge; eines davon wird etwa wohl die Wahrheit sagen können! Aber wer wird es mir hernach bestimmen können, welches Orakel mir die Wahrheit gesagt hat? Ha!‘ dachte er bei sich weiter und sagte: , Ich werde zuvor den Orakeln auf den Zahn fühlen, und es wird sich dann schon zeigen, welches Orakel da zu gebrauchen sein wird!‘

[GEJ.03_001,03] Er nahm darauf ein Lamm und eine Schildkröte, zerschnitt beide in kleine Stücke, tat sie zusammen in einen ehernen Topf, bedeckte solchen auch mit einem ehernen Sturz und setzte dann solch Gemenge zum Feuer, daß es kochte. Zuvor aber sandte er Forscher nach Delphi, nach Abä in der Phoker Land, nach dem alten Dodona, also auch zu Amphiaraos und Trophonios, am hundertsten Tage nach der Abreise von Sardis die Orakel zu befragen, womit er sich im Augenblick beschäftige; denn in dieser Zeit kochte er eben sein Lamm und seine Schildkröte auf die vorerwähnte Art und Weise.

[GEJ.03_001,04] Die meisten Orakel gaben so verworrene Antworten, daß daraus wohl niemand hatte klug werden können; aber das Orakel zu Delphi sprach, wie gewöhnlich, in Hexametern:

[GEJ.03_001,05] ‚Sieh', ich zähle den Sand, die Entfernungen kenn' ich des Meeres, / Höre den Stummen sogar, und den Schweigenden selber vernehm' ich! / Jetzo dringt ein Geruch in die Sinne mir, wie wenn eben / Mit Lammfleisch gemenget in Erz Schildkröte gekocht wird; / Erz ist untergesetzt, Erz oben darüber gedecket.‘

[GEJ.03_001,06] Nach dieser Probe befragte er das Orakel zu Delphi, ob er gegen die Perser ziehen solle, bekam aber die bekannte Antwort, daß, wenn er über den Halys ginge, ein großes Reich zerstört würde! Er fragte das Orakel zum dritten Male, ob seine Herrschaft lange bestehen werde. Und die Pythia antwortete:

[GEJ.03_001,07] ‚Wird dem Meder dereinst als König gebieten ein Maultier, / Dann, zartfüßiger Lyder, entfleuch zu dem steinigen Hermos! / Zögere nicht, noch fürchte die Schmach feigherziger Eile!‘

[GEJ.03_001,08] Nach des Orakels eigener Auslegung, die es nach der Gefangennehmung des Krösus gab, war unter dem Maultiere Cyrus, sein Sieger, zu verstehen, weil er von einer vornehmen Mederin, einer Tochter des Astyages, und von einem persischen Vater, der jener untertan war, gezeugt war.

[GEJ.03_001,09] Eben dieser Krösus befragte einst auch das Orakel, ob sein Sohn, der stumm war, nicht genesen könne, und erhielt zur Antwort:

[GEJ.03_001,10] ‚Lyder, wiewohl ein mächtiger Fürst, doch törichten Herzens, / Sehne dich nicht zu vernehmen in deinem Palast die erflehte / Stimme des sprechenden Sohnes! Das wird traun besser dir frommen! / Wiss', er redet zuerst an dem unglückseligsten Tage!‘

[GEJ.03_001,11] Und sehet! Am Tage, als Sardis erobert ward, ging ein wütender Perser auf Krösus los, um ihn niederzustoßen. Da lösten Furcht und Angst des Sohnes Zunge, und der Sohn sprach: , Mensch, töte Krösus nicht!‘ Das war des stummen Sohnes erstes Wort, und er konnte fürder immer reden sein Leben lang.

[GEJ.03_001,12] Seht, dies Orakel war, wie schon früher bemerkt, kein Weisheitstempel aus der jüdischen Schule der Propheten! Wer aber könnte ihm nach den angeführten wahrhaftigen Exempeln irgendeine göttliche Inspiration streitig machen?!“

Band4

1. Kapitel – Jesus in der Gegend von Cäsarea Philippi, Fortsetzung (Kap.1-233)

[GEJ.05_001,01] Sage Ich: „Es ist aber nun auch schon eine Stunde über den Mittag, darum sorge du, Markus, für ein Mahl; Mein Raphael helfe dir! Nach dem Mahle wollen wir dann sehen, was uns der Tag noch alles bringen wird. Ordnet euch alle an die Tische, und du, Raphael, aber schaffe die beiden Gehirnhaufen von unserem Tische, dann erst hilf dem Markus!“

[GEJ.05_001,02] Raphael tat das in einem Augenblick und sagte dann zum Markus: „Soll ich dir nach eurer Menschenart behilflich sein oder nach meiner Art? Sage, wie es dir lieber ist! Weniger Aufsehen würde es offenbar machen, wenn ich dir nach menschlicher Weise helfe; aber nach meiner Art ersparten wir viel Zeit, und diese ist denn doch etwas sehr Kostbares! Was du demnach willst, das werde ich tun, und du wirst nirgends etwas auszustellen haben, als wäre irgend etwas versäumt worden.“

[GEJ.05_001,03] Sagt Markus: „Ja, Freund aus den Himmeln, deine Art, die Speisen schnellst auf die Tische zu bringen, wäre freilich sehr vorteilhaft – denn trotz der Hilfe der Dienerschaft des Cyrenius geht es doch so hübsch lange her, bis die Speisen für so viele Menschen auf die Tische gebracht werden; aber es hat hier einen andern Haken! Die Speisen sind in genügender Vielheit noch gar nicht völlig bereitet! Wenn da deine überirdische Gewandtheit etwas vermag, da wäre sie wohl vorderhand am allerrechtesten Platze; sonst wird es wohl noch einer guten halben Stunde benötigen, bis alles zum Auftragen bereitet sein wird!“

[GEJ.05_001,04] Sagt Raphael ganz gemütlich zum Markus: „Das meine ich ja auch: schnellst bereiten und ebenso schnell die Tische mit den geziemenden Speisen und Getränken versehen! Ich sage dir, man muß nur wollen, und es geht dann alles! Wenn du willst, so kostet es mich nur einen allerkürzesten Augenblick, und alle Speisen stehen allerbest bereitet auch schon auf den Tischen vor den Gästen!“

[GEJ.05_001,05] Sagt Markus: „Wäre schon alles recht; aber dann werden die Menschen das für eine himmlische Zauberei halten und vielleicht eine ganz erklärliche Furcht vor den Speisen bekommen und werden sich kaum getrauen, dieselben zu genießen, – besonders die Schwarzen, die hier ohnehin auf alles so aufmerken, daß ihnen sicher gar nichts entgeht!“

[GEJ.05_001,06] Sagt Raphael: „Oh, denen macht es gerade am wenigsten; denn diese sind ans Wunderbare schon gewöhnt! Spät ist es auch schon, und der Herr wird etwa nach dem Mahle etwas von großer Wichtigkeit vorhaben, was nur Er allein wissen kann, und so ist es offenbar besser, wir machen es mit meiner geistigen Schnelligkeit, und es wird sich daran niemand stoßen! Zugleich ist dies das letzte Mittagsmahl, das der Herr hier einnimmt, und es schadet darum nichts, wenn es so ein wenig wunderbar aussieht! – Bist du da nicht auch meiner Ansicht?“

[GEJ.05_001,07] Sagt Markus: „Ganz vollkommen; denn du als ein erster Geist aus den Himmeln wirst es wohl besser wissen und verstehen als ich, was hier schicksamer und vorteilhafter ist! Daher tue du nun nur ganz vollkommen nach deinem Gutdünken!“

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