Petition: Waffenscheine für Frauen

https://www.change.org/p/deutscher-bundestag-waffenscheine-f%C3%BCr-frauen

Waffenscheine für Frauen
von S. Hold, Deutschland

Ich bin zwar nicht unbedingt dafür, daß mehr Menschen Waffen mit sich rumschleppen, bin aber der Ansicht, daß das Thema der Petition so wichtig ist, daß jeder Mensch sich damit beschäftigen sollte. Insbesondere muß es ein unumschränktes Recht auf Selbstverteidigung für ALLE geben, OHNE daß es nach einer Verteidigungshandlung zu einer Festnahme, psychologischen Untersuchung oder zu moralischen uns sonstigen Vorwürfen kommt. Ein Gerichtsverfahren darf es nur geben, wenn BEGRÜNDETE Zweifel an dem Angriff bestehen. Es geht darum, von der bisherigen heuchlerischen Moral wegzukommen, wonach Menschen, die sich gegen Angriffe wehren als schlimmer angesehen als der Angreifer selbst. -- Bardioc

Hier ist ein Teil des Petitionstextes:

Petition zur Änderung des Waffengesetzes vor dem Hintergrund der exzessiven und koordinierten Gewalt gegen Frauen in der Silvesternacht

Einleitung:

Die verabscheuungswürdigen Vorfälle in der Silvesternacht 2015 haben vor Augen geführt, daß Frauen in Deutschland nicht mehr sicher sind und die Polizei inzwischen auch bei offensichtlichen schweren Straftaten gegen Frauen und deren Leib und Leben aus den verschiedensten Gründen nicht mehr in der Lage ist, diese Straftaten zu unterbinden, so daß die Täter ungehindert agieren können. Im Anschluß müssen sich die Opfer von einigen Politikern und Journalisten verhöhnen lassen.

Der Bundestag möge sich vor Augen führen:

auch Frauen sind Menschen. Auch deutsche Frauen haben Grundrechte, und es ist die Pflicht des Staates, diese zu schützen. Der Staat kommt dieser Pflicht in keiner Weise nach. Stattdessen wird den Opfern allein schon durch die Weigerung, Strafanzeigen aufzunehmen, seitens der Behörden sogar eine Opferentschädigungsrente vorenthalten, eine wirksame Verfolgung der Täter findet nicht statt, von Prävention einmal ganz zu schweigen. ...

Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar, ja eines Rechtsstaats vollkommen unwürdig. ...

Es muß daher Frauen möglich sein, zu wählen, ob und wenn ja wie sie sich gegen derartige Angriffe auf Leib und Leben wirksam zur Wehr setzen wollen, ohne sich dabei strafbar zu machen. Hierfür ist es notwendig, sich jeder Eskalationsstufe wirkungsvoll gewappnet zu sehen. Die Wahl der Eskalationsstufe muß hierbei dem Opfer obliegen, nicht dem Täter.

Das deutsche Waffengesetz ist inzwischen derart restriktiv, daß es keine legale Möglichkeit gibt, sich wirksam gegen diese Art von Übergriffen zu wehren, insbesondere wenn man dem oder den Tätern körperlich unterlegen ist.

Der Bundestag möge zeitnah folgende Änderungen des Waffengesetzes beschließen:

Selbstschutz ist ein Bedürfnisgrund für die Erteilung einer Erwerbsberechtigung für eine Schußwaffe.
Frauen, insbesondere Vergewaltigungs- und Stalkingopfern, ist eine besondere Gefährdung anzuerkennen, die bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen die rechtlichen Grundlagen für die Ausstellung eines Waffenscheines legt. Gleichzeitig ist ein Lehrgang für den Umgang und das defensive Schießen zu genehmigen. Zur Minimierung der Umfeldgefährdung ist die erfolgreiche Teilnahme an diesem Lehrgang Voraussetzung für die Erteilung eines Waffenscheins.
Das Führen eines Messers zum Selbstschutz ist als sozial adäquater Zweck zu legalisieren.
Zum Selbstschutz sind auch nicht-lethale Waffen zuzulassen.

Hierzu gehören

Pfefferspray
Teleskopschlagstock
Taser

Das Führverbot für o.g. Gegenstände ist aufzuheben. Bisher als verbotene Gegenstände klassifizierte Waffen bleiben hiervon unberührt (d.h. weiterhin verboten). Die Beschränkung des Einsatzes von Pfefferspray zur Tierabwehr wird aufgehoben.

Begründung

Die Vorfälle vom 31.12.2015 in mehreren deutschen Großstädten haben gezeigt, daß die Polizei nicht in der Lage, willens und bereit ist, Frauen vor organisierten Massenvergewaltigungen zu schützen. Überhaupt ist die Unterstützung von Vergewaltigungsopfern seitens staatlicher Stellen seit Jahren extrem dürftig. ...

Auch hier geborene Frauen haben Grundrechte, zu denen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit gehören. Diese Rechte stehen im Grundgesetz und in der Menschenrechts-Charta, die die Bundesrepublik Deutschland mit unterzeichnet hat. Eine Vergewaltigung hinterläßt schwere Traumata , mit denen eine Frau ihr Leben lang zu kämpfen hat. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar.

Eine Verschärfung des Sexualstrafrechts ist zwar zu begrüßen, aber sicherlich nicht ausreichend. Es kann nicht sein, daß Frauen, die hier in Deutschland leben, schutzlos Massenvergewaltigungen ausgeliefert sind. ...

Insbesondere bieten Gesetze keinen unmittelbaren Schutz, so sie nicht durchgesetzt werden. Sexualstraftaten sind bereits verboten, was die Täter in der Silvesternacht nicht einmal abschreckte. Sie sind verabscheuungswürdig und nicht entschuldbar.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Falls Sie Interesse haben oder noch weitere Details wissen möchten, würde ich mich sehr über Ihre Kontaktaufnahme freuen.

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